Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Landeszentrale für
politische Bildung Sachsen-Anhalt und die Notarkammer Sachsen-Anhalt führten
am 2. und 3. Mai 2003 eine Gedenkveranstaltung und ein Symposium zu Ehren des
am 25.06.1919 verstorbenen Rechtsanwalts und Notars Adolf Weissler durch.
Anlass war die Restaurierung der Grabsteine von Adolf Weissler und
seiner Ehefrau Auguste, die 83jährig im KZ Theresienstadt verstarb. Sie
wurden vor wenigen Jahren auf dem Gertraudenfriedhof in Halle entdeckt. Sie
befanden sich einige Meter von der Grabstelle, waren von Gebüsch überwachsen
und kaum sichtbar.
Aufgrund einer Spende der Notarkammer Sachsen-Anhalt wurden die Grabsteine
restauriert und im Rahmen einer Gedenkveranstaltung am 02. Mai 2003 auf dem
Gertraudenfriedhof wieder aufgestellt. Auf dem anschließenden Symposium,
welches u. a. durch die Deutsche Notarrechtliche Vereinigung finanziell
unterstützt wurde, konnte der Dekan der Juristischen Fakultät der
Martin-LutherUniversität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Armin Höland, zahlreiche
Vertreter aus Politik und Justiz, darunter den Staatssekretär Thomas Pleye aus
dem Justizministerium des Landes Sachsen-Anhalt und den Staatssekretär Dr.
Rainer Litten aus dem Justizministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern
sowie heute noch lebende Angehörige der Familie Weissler, begrüßen. In
mehreren Vorträgen, darunter auch ein Beitrag des Notars a. D. Dr. Ludwig
Röll, wurde der Lebensweg und das Wirken des Kollegen Adolf Weissler sowie
das seines Sohnes, Friedrich Weissler, der am 15.02.1937 im KZ
Sachsenhausen auf grausame Weise ermordet wurde, gewürdigt.
Das Lebenswerk von Adolf Weissler reicht, worauf Röll (DNotZ
2001, S. 14) zu Recht hinweist, bis in die heutige Zeit hinein. So war Weissler
Mitbegründer des Deutschen Notarvereins und Gründer sowie erster
Schriftführer der "Zeitschrift des Deutschen Notarvereins", die 1933
in die "Deutsche Notar-Zeitschrift (DNotZ)" umbenannt wurde. Auch die
Bundesnotarordnung enthält vieles, was letztlich auf sein Wirken
zurückzuführen ist.
Weissler,